Was zeichnet Coaching aus
(gegenüber anderen Formen der Beratung)?

die Rollen des Coach

Es geht darum, die rich­ti­gen Impulse zu set­zen. Hier­für wech­selt man zwi­schen ver­schie­de­nen Rol­len:

Man ist Gesprächs­för­de­rer, Infor­ma­ti­ons­samm­ler, Pfad-Fin­der, Initia­tor zur Selbst­re­fle­xion, Ver­hand­ler / Ver­mitt­ler, Kom­bi­na­tor, Feddback­ge­ber und Unter­stüt­zer.

das subjektive Erleben des Klienten

steht dabei im Mit­tel­punkt, da man sich nur von sei­nem jet­zi­gen Stand­punkt aus wei­ter­ent­wi­ckeln kann. Er bringt sich ganz­heit­lich, also auch mit sei­nen Wahr­neh­mungs­mus­tern und Gefüh­len ein (und bei­spiels­weise nicht nur mit sei­nem Han­deln wie bei einem Ver­kaufs­trai­ning). So kann sich der Kli­ent inner­halb des Bera­tungs­pro­zes­ses selbst erfah­ren.

Feedback

Zwar erhal­ten wir in unse­rem Leben Feed­back – etwa von unse­ren Gesprächs­part­nern durch Ges­ten und Reak­tio­nen. Aller­dings deu­ten wir es häu­fig so, dass wir unser Selbst­bild bestä­ti­gen oder zumin­dest nicht gefähr­den. Und begeg­nen wir ande­ren, wol­len wir sie nicht ver­let­zen oder das Ver­hält­nis zu ihnen mög­li­cher­weise belas­ten.

Wir wis­sen also auch des­halb in bestimm­ter Hin­sicht wenig über uns selbst, weil wir kaum Kennt­nis dar­über haben, wie uns unsere Mit­men­schen wahr­neh­men.

Das Feed­back inner­halb des Coa­chings hat eine andere Qua­li­tät. Denn es erfolgt nicht wer­tend, vor­wurfs­voll oder iro­nisch, klar und vor allem offen. Da zwi­schen Coach und Kli­ent keine Abhän­gig­keits­ver­hält­nisse bestehen, kön­nen beide frei und offen sein.

Die Beziehung zwischen Coach und Klient

ist ein wei­te­res wich­ti­ges Merk­mal. Denn unser Erken­nen ist von der jewei­li­gen (Bearbeitungs-)Situation abhän­gig. 

  • per­so­nale Begeg­nung: Coach und Kli­ent begeg­nen sich in ers­ter Linie nicht als Ver­tre­ter bestimm­ter Rol­len, son­dern als Indi­vi­duen, deren Ganz­heit­lich­keit, Geschichte und Ein­zig­ar­tig­keit Aus­druck fin­den soll.
  • Offen­heit und Emp­fäng­lich­keit: Coach und Kli­ent brin­gen sich als lern­be­dürf­tig und lern­in­ter­es­siert ein.
  • per­so­na­les Gleich­ge­wicht: Äuße­run­gen und Sicht­wei­sen sind gleich­wer­tig und wer­den mit gegen­sei­ti­ger Wert­schät­zung behan­delt.
  • Trag­fä­hig­keit: Diese ent­steht durch eine Ver­trau­ens­be­zie­hung zwi­schen Coach und Kli­ent.

Coaching und Supervision

Coa­ching ist der Super­vi­sion sehr ähn­lich, sie basie­ren auf dem glei­chen Ver­fah­ren. Der Begriff Coa­ching ist ent­stan­den, als Super­vi­sion zuneh­mend auch in der Wirt­schaft ein­ge­setzt wurde. Denn Super­vi­sion wird typi­scher­weise im sozia­len, medi­zi­ni­schen und the­ra­peu­ti­schen Bereich genutzt, also von Sozi­al­ar­bei­tern, Sozi­al­päd­ago­gen, Erzie­hern, Pfle­ge­kräf­ten, Ärz­ten und Psy­cho­the­ra­peu­ten.

Aller­dings ist Coa­ching schon seit län­ge­rem ein schil­lern­der Begriff, weil damit auch Ange­bote eti­ket­tiert wer­den, die mit Coa­ching bzw. Super­vi­sion wenig zu haben (etwa wenn von Online-Selbst­coa­ching gespro­chen wird).

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